Im Blickpunkt -> Politik
  • Menschenrechte

    Studentenmassaker: Schuss am 4. Juni 1989 war eine Verschwörung

    03-06-2017 Vor 28 Jahren arbeitete ich in Beijing als Dolmetscherin. Am 3. Juni 1989 um ca.18 Uhr begleitete ich nach Feierabend drei deutsche Ingenieure, die für den Aufbau der Maschinen aus Deutschland in einer großen Firma in Beijing zuständig waren, in den Park, um die Himmelstempel zu besichtigen. Nach dem Besuch der Himmelstempel gingen wir zum Platz des Himmlischen Friedens. Damals um ca. 20 Uhr gab es auf diesem Platz nur einige 100 Leute. Überall war es leer und still. Nachher hatte ich erfahren: Das Beijinger Radio und jedes Straßen-Komitee hatte schon den ganzen Nachmttag verkündet, dass, wenn man ab heute Nachmittag noch auf dem Platz bleibt, es dann sehr gefährlich werden würde. Träte die Lebensgefahr in den abgeperrten Zonen auf, die allerdings die ganze Stadt umfassten, dann würde man selber schuld sein und die Verantwortung selber tragen müssen. Deshalb brachten alle Eltern ihre Kinder und Bekannten sofort vom Platz des Himmlischen Friedens weg. Wir hatten die Kulturrevolution erlebt und wissen, was es heißt, wenn von Reinigung des Platzes des Himmlischen Friedens gesprochen wird. So wußten alle, dass der Schuss von der Regierung etwas Unheilvolles bedeutet und hohe Gefahr mit sich bringt. Dennoch gab es auch andere, die der Kommunistischen Partei (KP) vertrauten und auf sie zählten. Sie glaubten nicht, dass die KP wirklich den Schuss auf das Volk richten könnte. Da unser Arbeitsplatz sich in einem fernen Vorort von Beijing befand, hatten wir die Kundgebungen nicht mitbekommen. Deshalb staunten wir, weshalb es heute auf dem riesigen Platz so still war, da nur wenige Hundert Menschen da waren.  

  • Menschenrechte

    Inwieweit sind die Gespräche zwischen Trump und Jack Ma hoffnungsvoll?

    03-02-2017 Am 19. Januar 2017 unterhielten sich Trump und Jack Ma im Gebäude Trump. Jack Ma bietet mittels seiner Internetfirma Alibaba den amerikanischen Kleinunternehmen einen freien Zugang zum chinesischen Markt. Wenn innerhalb von 5 Jahren 1 Million US-Kleinunternehmer auf der Internetplattform von Alibaba ihre Wirtschaft Richtung China ausweiten und pro Firma eine Arbeitsstelle zusätzlich schaffen, dann hätten 1 Million Menschen wieder Arbeit. 

  • Politik

    Wie medizinische Behandlungen in einem Krankenhaus in China praktiziert werden

    01-01-2017 Ärzte sind eine hochangesehene Gruppe; jedoch wird sich Deine Meinung vielleicht ändern, wenn Du diesen Erfahrungsbericht eines jungen Arztes in China liest. Die Abteilung für Onkologie eines Krankenhauses in der Shandong Provinz stellte einen Absolventen der Medizinischen Universität aus Tianjin ein.

  • Politik

    Trumps chinesische Buchliste

    31-12-2016 Donald Trumps Telefongespräch mit Taiwans Präsidentin Tzai Ingwen sorgte für Aufruhr um die Ein-China-Politik. Seit 1979, als die USA wirtschaftliche Beziehungen zu China aufnahmen, hat es keinen derartigen Austausch zwischen den USA und Taiwan gegeben.

  • China

    Pekings See-Miliz – sie fischen nicht einfach nur ...

    03-10-2016 Fischereigenossenschaften in der VR China werden von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) als See-Miliz benutzt, um der chinesischen Regierung dabei zu helfen, ihre Ziele im Bereich des Süd- und Ostchinesischen Meeres zu verwirklichen.

  • Menschenrechte

    Woher bezieht China Tausende von Organen angesichts der nur wenigen freiwilligen Spender?

    17-09-2016 Kürzlich wurde ein Transplantations-Kongress in Hongkong abgehalten. Auf der Konferenz rühmte sich die VR China seiner Errungenschaften der letzten 20 Jahre im Bereich der Organtransplantation. Es schickte über 53 Ärzte mit ihren Dokumenten über neue Techniken und Errungenschaften zum Kongress. Jedoch macht die hohe Anzahl an durchgeführten Organtransplantationen von Nieren, Lungen, Leber, usw. die Menschen nachdenklich. Sie stellen den Transplantations-Experten aus China wichtige Fragen:  „Woher kommen die Organe? Woher werden sie bezogen?“

  • China

    Skandal um den Handel mit Organen in einem chinesischen Staatskrankenhaus

    09-09-2016 Der 26. Kongress der Internationalen Transplantationsgesellschaft (ITS) fand vom 18.-23. August in Hongkong statt. Der frühere, stellvertretende Direktor des Gesundheitsministeriums der Volksrepublik China, Huang Jiefu, war der Hauptsprecher dieses Kongresses. Ein Krankenhaus, das unter seiner Führung stand, das Dritte Xiangya Krankenhaus der Süd-Zentral-Universität, war kürzlich noch in einen Skandal um den Handel mit Organen verwickelt. Internationale medizinische Organisationen verlangten daher die Streichung seines Vortrages, um gegen den staatlich organisierten illegalen Organhandel in China ein Zeichen zu setzen.