Ein Einblick in "Die Reise in den Westen"

23-06-2017 08:10:16 Autor:   Maria Betke Quelle:   mariabetke@gmail.com Kategorien:   Traditionelle Kultur , Kultur , Legenden , Leben

Der Affenkönig und Pigsy Bild von Shen Yun Performing Arts

Der berühmte Abenteuerroman "Die Reise in den Westen" von Wu Cheng´en gehört zu den vier Klassikern der chinesischen Literatur. Der Schriftsteller Wu Cheng´en lebte in der Ming-Dynastie im 16. Jahrhundert und schrieb über einen Mönch, der ein Jünger des Buddhas Shakyamuni war. Dieser Mönch wurde wegen Beleidigung des Buddha-Gebotes aus dem Paradies verbannt und zur Strafe dazu gezwungen, zehn Mal auf der Erde als Mönch zu leben. 

Als der Mönch in seinem zehnten Leben, es war das siebte Jahrhundert, reinkarnierte, war es die Zeit der Tang Dynastie (von 618 bis 907). Der Mönch hieß Xuan Zang und wurde auch als Tang-Mönch und Tripitaka bekannt. Der Kaiser beauftragte ihn dazu, gen Westen zu reisen, dort nach den heiligen buddhistischen Mahayana-Schriften zu suchen und diese nach China zurückzubringen. 

Da die Reise gefährlich war, begleitete eine ungewöhnliche Gruppe den Mönch. Sie bestand aus einem tapferen, sowie ungestümen Affenkönig namens Sun Wukong, dem wollüstigen Pigsy, dem schweigsamen Sandy und dem weißen Drachenpferd. Sie alle wurden auch aus dem Himmel verstoßen und hatten auf der Erde die Möglichkeit erhalten, ihre Sünden zu sühnen. Hier waren sie dazu bestimmt, zum Buddhismus zu konvertieren und den Tang-Mönch auf seiner Reise zu beschützen. 

Auf dieser Reise gab es letztendlich 81 Prüfungen in Form von mächtigen Dämonen, die diese Truppe verfolgten, täuschten, sie auch mit Schönheit und Reichtum in Versuchung bringen und töten wollten. Aber die Truppe war geschickt und blieb ihrem Auftrag treu. Sie bestand die Prüfungn, sodass sie mit den heiligen Schriften nach China zurückkehren konnten und am Ende auch zurück in ihre himmlische Heimat.

Beim Affenkönig und Pigsy handelt es sich um besonders schillernde Charaktere. Der schelmische Affenkönig, der bei einem daoistischen Meister übernatürliche Kräfte erlernt hatte, erzeugte viel Aufruhr im Himmel und in der Unterwelt. Selbst der himmlische Jade-Kaiser konnte ihn nicht auf friedliche Weise bändigen, so wurde er vom Buddha für 500 Jahre unter einen Berg gesteckt bis eines Tages der Tang-Mönch an diesem Berg vorbeilief. Der Affenkönig schwor dem Mönch auf seiner Reise ergeben zu dienen und wurde aus dem Berg befreit. Er half dem Mönch mit seinem Scharfsinn, die Dämonen sofort zu durchschauen, auch sich nicht von Schönheit oder Reichtum in Versuchung zu führen und so den vielen Gefahren zu entkommen. Trotz seinem ungebärdigen Verhalten erhielt er am Schluß wegen seiner großen Errungenschaften den Titel "Siegreicher Buddha im Kampf".

Pigsy war als himmlischer General auch eine Gottheit. Als er sich jedoch betrank und der wunderschönen Chang’e unangemessen näherte, wurde er auf der Menschenwelt ausgesetzt und musste als männliches Schwein sein Leben fristen. Da war er faul, gefräßig und sogar auch noch zügellos. Selbst auf der zehn jährigen Reise mit dem Mönch konnte er sich von seinen Begierden nicht befreien und bekam deshalb am Ende nur den minderwertigen Titel "Himmlischer Altarbote".

Dieser Abenteuerroman enthält neben reichhaltigen Humor sinngebende Methapher, die die Spiritualität des Lesers stark bewegen. 

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