Eine geträumte Reise in die Hölle

03-05-2017 06:56:45 Autor:   Visiontimes Kategorien:   Leben , Gesellschaft

(Bild: im Traum in die Hölle gereist aus secretchina.com)

Das Leben stammt aus dem Kosmos. Überall ist Leben, überall kann man Erleuchteten begegnen. Hiermit haben die Evolutionstheoretiker ein großes Problem. Diese Geschichte handelt von einem Traum, in dem Jang in die Hölle reist und Erkenntnisse über die  Vergeltung gewinnt. 

 

Jang lebte in der Kreisstadt E Cheng, Provinz Hu Bei und war damals 22 Jahre alt, als der japanische Angriffskrieg während des 2. Weltkriegs seine Heimat bombardierte. Seine Eltern brachten ihn, seine Geschwister und Kindeskinder mit dem Zug nach Chong Qing. Auf der Zwischenstation beim Hauptbahnhof He Sheng Qiao fürchtete er um den Gesundheitszustand der Mutter. Seine Angst, dass sie stirbt, wurde größer. Und tatsächlich starb sie auch. Der Vater war auf einmal verschwunden, die Kinder suchten nach ihm, aber die Suche war vergebens. Da die Kinder ihre Eltern sehr vermißten, schlichen sie jede Nacht aus ihrem Versteck heraus, schauten den Mond an und beteten zum Buddha, dass er den Eltern helfen möge.

Eines Nachmittags schien die Sonne, aber Jang´s Sehnsucht zu den Eltern war so stark, dass er weinte. In diesem unglücklichen Zustand schlief er ein. Im Schlaf erschien ein großer Mönch mit einem taoistischen Stab:

Er forderte mich auf, zu gehen. Ich fragte: " Wohin?" Er antwortete: "Willst Du Deine Eltern sehen?" Also ging ich mit dem alten Mann. Zunächst wollte ich hinter ihm laufen, aber er verlangte, dass ich vor ihm ging und ich wagte nicht, ihm zu widersprechen. Wir liefen eine ganze Weile und ich bemerkte, dass das Gras saftig grün war. Es war sehr angenehm. Dann erreichten wir eine Stadt, deren Stadtmauern ein eisernes Eingangstor hatten. Dieses Eingangstor war sehr hoch und hatte auf dem obersten Rand große Nägel, die circa 13 cm lang waren.

Der alte Mann und ich gingen durch den Haupteingang und fanden einen großen Raum mit Glasfenstern. Hier wollte der alte Mönch sich registrieren und ich fragte ihn wieso. Er antwortete mir, weil ich zurückkehren müsste.

Nach der Registratur erblickte ich in der Ferne einen jungen Mann mit einem weißen Seidenhemd, blauen Knöpfen und langen blauen Hosen. Das war ein klassischer Kleidungsstil. In ihm erkannte ich sogleich meinen Cousin und freudig rief ich nach ihm. Er aber schien mich nicht zu hören und reagierte nicht auf mich. Diese Situation war für mich sehr komisch, da der Cousin kein Gefühl für mich zeigte. Der alte Mann drängte mich weiter zu gehen und wir kamen auf eine große Wiese mit Kühen, Pferden, Schweinen, Schafen, Rehen und anderen zahlreichen Vierfüßler-Tieren. Am Wegesrand starrte mich ein Rind mit großen Augen an, so dass ich Angst bekam. Der alte Mann hob seinen taoistischen Stab und schwenkte ihn drehend in die Lüfte. Das Tier wandte sich dann weg und ging zu seiner Herde. Wir liefen weiter und kamen in einen großen Wald. Hier saßen viele schöne Vögel auf den Baumwipfeln und am Boden gab es wunderschöne Blumen in allen Farben. Aber auch viele Kleintiere wie Hühner, Gänse und Enten, waren hier zu Hause. Nach einer Weile bemerkten wir in der Ferne zwei Frauen, die eine müsste meine Tante (die Schwester meines Vaters) und die andere müsste meine Cousine sein. Die letztere hatte keine Kleider an, nur ein Band um die Hüfte und ihre langen Haare bedeckten den Oberkörper. Sie umarmte ein Kleinkind. Ich rief zu ihr: "Schwester, Schwester. " Aber sie reagierte auch nicht, obwohl sie im wachen Zustand war.

Wir mußten weiter gehen und ich folgte. Dann näherten wir uns einer Schmiede-Fabrik mit großem Schornstein, aus dem viel Rauch emporstieg. Hier wurde mit heißem Eisen gearbeitet und die Hitze war unerträglich. Von weitem sahen wir jemanden, der den Schornstein umarmte und sich davon nicht entfernen konnte, so als ob er daran klebte. Ich erkannte in ihm den jungen Nachbarn. "Warum wird er so gefoltert?" fragte ich den alten Mann. Er antwortete, weil er viele Mädchen vergewaltigt und verletzt hatte. Seine Familie war sehr reich, sie hatten einen Laden, in dem sie Holzschilder verkauften und damit viel Geld verdient hatten. Manchmal half diese Familie armen Leuten und der Sohn schrieb gute Gedichte. Aber niemand wußte, dass er ein Sexualverbrecher war. Nun muss er diese Qualen als Vergeltung ertragen.

Wir mussten weiter gehen. Auf dem Weg zeigte sich ein dunkles Wesen in Menschengestalt, das einem Teufel ähnlich sah. Es hielt eine Heugabel und stand vor einem Berg aus Messern. Daneben war ein Haufen mit abgeschnittenen Menschenteilen, Köpfen, aufgeschitzten Bäuchen, usw. In der Nähe stand auch ein Mühlenstein, bei dem Menschen zu Mehl gemahlen wurden. Die Menschen schrien schrecklich. Es war unerträglich, ich wollte nichts mehr hören und nichts mehr sehen. Ich hielt meine Ohren zu und kniff die Augen zusammen. Mein Herz zitterte. Welche böse Wesen mußten hier Vergeltung erleiden? Ich wollte nur weg von hier und lief davon. Der Alte wies mir schnell mit dem Finger die Richtung.

Dem Hinweis folgend, kamen wir in eine Wohnung. Hier saß meine Mutter auf dem Bett und die Schwester daneben. Freude überkam mich und ich rief: "Mama". Ich wollte ganz nah an sie herantreten, aber es ging nicht. Und sie zeigte keine Reaktion. Ich wurde traurig und die Traurigkeit wurde größer. Es schien so, als ob meine Mutter nur die Schwester liebte. Sie weiß gar nicht, wie ich sie vermißt hatte.

Nun mussten wir weiter gehen und ich hatte keine Wahl. Der alte Mann wies mich an, einen bestimmten Weg zu gehen und sagte: "Besuche Deinen Bruder!" Ich verstand nicht warum, der Bruder war doch im Gefängnis. Darauf erwiderte der alte Mann: "Er hatte keine großen Verbrechen begangen. Jedoch hatte er seine Ehefrau schlecht behandelt, weil sie seine Eltern mißachtet hatte. Dafür hatte er sie sogar geschlagen und so hat er die Ehre als Ehemann verloren. Mein Bruder sollte sich oben im 1. Stock befinden und so stiegen wir die Treppe hoch. Da bekam ich meinen Bruder zu Gesicht. Er arbeitete mit einem Rechenschieber und rechnete. Ich war froh und rief: "Bruder, Bruder".  Aber auch er reagierte nicht und sah mich nicht. Meine Freude wich.

Der Alte drängte mich weiter. Ich fühlte mich irgendwie leer und ich spürte keine Trauer mehr. Wir gingen auf eine helle große Tür mit Fenster zu. Ich sah meinen Vater im Lotussitz sitzend und er schaute mich an. Er fragte: "Warum kommst Du hierher?" Der alte Mönch grüßte ihn mit einem Nicken und dieser nickte zurück. Ich sagte zu meinem Vater: " Ich will von Dir nicht weggehen" und setzte mich zu ihm auf die rechte Seite. Mein Vater sagte kein Wort. Es sah so aus, als ob er wüßte, wohin mein Weg geht. Der Alte wies mich an zu gehen. Ich weigerte mich, aber es half nichts.

Hilflos ging ich mit raus. Nach einer Weile kamen wir auf eine Brücke, die enger als meine Schulter war. Ich bekam große Angst. Der Alte erhob seinen taoistischen Stab und deutete an, dass die Angst unnötig sei. Ich ging dann auf die Brücke und sie erschien mir ziemlich stabil sowie von guter Qualität. Sie schwankte nicht einmal und so konnte ich sicher weitergehen. Ich schaute nach unten und bemerkte einen See aus Blut. Als ich noch weiter hinschaute, stellte ich fest, dass dort unten sich menschliche Leiber bewegten. Die Menschen hatten keine Kleider und jeder war mit einer Schlange behaftet. Ich fragte: "Was hat das zu bedeuten?" Die Antwort lautetete: "Wegen sexueller Begierden." "Wie kann man es besser machen?" "Kultiviere dich! Verübe keine Verbrechen. Wir sollen zu allen Lebewesen barmherzig sein." Ich weiß nicht, ob ich das verstanden habe. Später, nach einer längeren Strecke, schaute ich wieder nach unten und es sah blau aus. Ist nun das Wasser oder der Himmel blau? Ich schaute nach oben. Er sah blau aus. Das Wasser und der Himmel hatten die gleiche Farbe wie die heilige Stadt der 10.000 Buddhas im Sommer. Dort ist der Himmel deutlich, klar, mit Weitsicht und voller Sonnenlicht, so angenehm und so anmutig. Ich bewunderte diesen Augenblick. Da sagte der Alte: "Schiebe mich, ich fühle mich wie ein Ball und ich rolle, rolle." Ich erschrack und mir wurde bewußt, dass meine Augen geöffnet waren, ich war wach geworden. Meine Kleidung war durchnäßt, mein Herz pochte. Es war ein Traum. Jede Episode war aber so deutlich.

Im Jahr 1945 kam Jang in seine alte Wohnung, 3. Stock, in der alten Heimat zurück. Im Wohnzimmer gab es viele Andenken, Bilder von den Familienangehörigen, auch von denjenigen, die nun verstorben waren. Seine Tante und Cousine nahmen seine Hand und erzählten ihm von dem 2. Weltkrieg, dabei weinten sie. Er musste sie beruhigen, dann erst erzählte er ihnen vom Tod der Angehörigen. Sie hielten seine Hand fester. "Ja, ich habe sie gesehen",  und er erzählte, was die Gestorbenen machen. "Ich habe sie in den anderen Räumen erlebt, das war schon vor 2 Jahren." Er berichtete auch vom Cousin, der ein weißes Seidenhemd trug und lange blaue Hosen. Da sagte die Tante: "Wir müssen unsere Herzen und Seelen ruhig halten. Diese Kleider hatte der Cousin getragen, als er starb."

Ihm wurde klar, in diesem Leben sind sie verwandt, aber nach dem Tod hat jeder seine eigene Vergeltung zu ertragen und dann weiß man nicht mehr von einander. Jedoch, anders als mit den anderen Verwandten, fühlte er sich mit seinem Vater sehr verbunden und glaubte, dass er in einer anderen Dimension ist.

Sein Vater war ein Kultivierender und lehrte die Kinder: "Wenn jemand zu uns unhöflich ist, sollen wir dies nicht beachten. Wenn jemand uns unterdrückt, dann sollen wir andere nicht unterdrücken. Wenn jemand uns schlecht behandelt, dann sollen wir andere nicht auch schlecht behandeln." Solche Grundsätze sind eine gute Orientierung und geben ein sicheres Gefühl. Durch die Kultivierung lassen sich große Schwierigkeiten überwinden und großes Glück erlangen.

Wenn wir nicht auf die Tugenden achten, so verschlechtern sich die gesellschaftlichen Zustände sehr schnell. Die Menschen in der heutigen Zeit und auf der ganzen Welt können den Versuchungen immer schwerer widerstehen, sie wollen die Verschmutzung ihrer Seele nicht spüren. Allmählich werden sie von allerlei Unannehmlichkeiten angegriffen und merken nicht, dass die Vergeltung kommt. Wieviele Menschen denken dann an Reue? Jedoch hat jedes Unheil mit dem Menschen selbst zu tun. Es wurde letztlich von ihm selbst verursacht. Aber wie soll man da den Zusammenhang erkennen? Diejenigen, die ihr Denken und das, was sie sagen und tun, kontrollieren, versuchen den Bezug zwischen Wirkung und Ursache herzustellen. Die Lösung für die Vermeidung von Leid liegt also in der Kultivierung der Moral, die so eine unvorstellbar wichtige Schlüsselrolle spielt, dass sie sogar die Zukunft der Welt bedeutet.

 

 

 

 

 

 

 

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