Frühling lässt sein blaues Band

16-04-2017 06:32:29 Autor:   Maria Betke Kategorien:   Lifestyle , Gesellschaft

Er ist's

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
—  Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!

Eduard Mörike,  Erstdruck 1828

 

 

Frühling über Frühling! Alles blüht und sprießt. Die Pflanzen erwachen zum neuen Leben. Die Bäume halten Hochzeit. Blumen entfalten ihre vollkommene Schönheit. Die Tiere werden agiler, die Vögel stimmen schon frühmorgens ein in den Tag mit munterem Gesang, die Katzen lauern aufmerksamer nach Beute. Die Kinder laufen fröhlich nach draußen.

 

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Und wir Erwachsenen, sind wir der frühlingshaften Überschwenglichkeit gewachsen? Woher taucht die erneuernde Energie alljährlich in dieser Saison auf? Sind es die länger werdenden Tage mit mehr Licht und wärmender Sonne, die uns munter werden lassen? Ist es der verblüffende Zauber der wunderschönen Blumen und ihre verlockenden Gerüche? Ist es der frische und kühle Wind, der unsere Gedanken durchwirbelt.

 

Auf jeden Fall ist es die Zeit der Neuanfänge, der Hausrenovierungen, der Planungen und Veränderungen in vielen Bereichen, viele Depressionen gehen zurück, selbst der Figur will man zu Leibe rücken. Lassen wir uns von der ergreifenden Natur inspirieren und bündeln unsere Energie für sinnvolle und gute Taten. 

 

weißeBlume

 

 

 Noch ein fröhliches Gedicht von  Heinrich Seidel (1842−1906)

Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!«

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!«

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
»Der Frühling, der Frühling!« — da wusst' ich genug!

 

 

 

 

  

 

 

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