Warum heißt der Bärlauch "Bärlauch"?

02-04-2017 06:12:46 Kategorien:   Ernährung

Üppiger Bärlauchbewuchs - im eigenen Garten

Gerade in der Frühlingszeit von März bis Anfang Mai strömt der aufdringliche Geruch des Bärlauchs beim Waldspaziergang in unsere Nasen. Er riecht stark nach Knoblauch und wächst auch auf schattigen Wiesen sowie an Flussufern. Vorsicht beim Pflücken ist geboten, da der Bärlauch mit den giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt wird. Die Kenner können ihn jedoch sehr schnell identifizieren, er wächst büschelweise, hat einen Stiel mit einem länglichen Blatt, das mit zunehmendem Wachstum breiter wird. Das Blatt hat somit eine elliptisch-lanzettliche Blattspreite. Es ist auf der Blattoberseite dunkler als auf der Unterseite und hat einen Glanz im Gegensatz zur Unterseite, auf der es matt ist.  Aber wie kam er nun zu seinem Namen?

Hört man die Antwort bloß einmal, wird man sie nie vergessen: Es sind die Bären, die die Bezeichnung des Bärlauchs prägten, als sie aus ihrem Winterschlaf erwachten und schnurstracks diese knoblauchriechenden Frühlingsboten aufsuchten, um sie in ihr Maul zu stopfen. Es ist leicht nachvollziehbar, dass in den langen Monaten des Winterschlafes sich bei den großen starken Tieren viele Giftstoffe ansammeln, die nun auf praktische und elegante Weise mit Hilfe des knackigen sowie appetitanregenden Bärlauchs ausgeschieden werden. 

 

Bärlauch wächst auch üppig im Garten

 

Folgen wir ansatzweise dem Verhalten der Bären, so stellen wir fest, dass der Kreislauf angekurbelt wird, die Blutgefäße gereinigt werden und so Arteriosklerose vermieden, der Cholesterinspiegel normalisiert,  der Blutdruck gesenkt und der Stoffwechsel angeregt wird. Seine überwiegend schwefelartigen ätherischen Öle wirken sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen aus, so dass Darmerkrankungen sowie Wurmbefall zurückgehen.

Kein Wunder, dass der Bärlauch als geschätztes Gewürz oder Gemüsebeilage in die Kücben Einzug hält und die kulinarischen Gerichte zur Krönung verhilft. Da er aus der Gattung Allium stammt, ist er mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt und vermag diese zu ersetzen. Genießbar ist diese Pflanze insgesamt vom Blatt bis zur länglichen, weißen Zwiebel. Aufgrund seiner verblüffenden Wirkung auf die Gesundheit wird der Bärlauch auch Bärenlauch, Knoblauchspinat, Rinsenknoblauch, Hexenzwiebel, Ramsen oder Waldherre genannt. So glauben die Liebhaber, dass der Bärlauch Bärenkräfte verleiht. 

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