Wie Kinder durch unsere eigenen Mängel belastet werden können

12-12-2016 03:32:15 Autor:   Yi Ming Kategorien:   China , Traditionelle Kultur

Der Zug, des Kaisers Xuande in seiner Kutsche (1425-1435 nach Chr.). (Bild: Wikimedia / CC0 1.0)

Als Eltern sehen wir es gerne, wenn unsere Kinder so aufwachsen, dass wir stolz auf sie sein können – sie sollen hübsch sein, einen guten Charakter haben, später im Beruf erfolgreich sein und liebevolle Ehepartner sein. Jedoch, bei dem Versuch unsere Ziele zu erreichen, könnten wir unabsichtlich unsere Kinder durch eigene Mängel belasten. Hier ist eine Geschichte, die diese Situation veranschaulicht.

Während der Zeit der streitenden Reiche gab es einen Beamten namens Jiang Yuan aus dem Staat Song. Er hatte zehn Söhne, die den Neid bei anderen Eltern hätten erwecken können, jedoch hatten alle seine Söhne irgendein körperliches Gebrechen.

 

Ein Bewässerungsprojekt aus dem Qin Staat aus dem Jahre 256 v.Chr. zur Zeit der streitenden Reiche (Bild: Shizhao via wikimedia / CC BY-SA 3.0)


Einer seiner Freunde, der sehr besorgt über Jiang Yuan’s Lage war, fragte ihn: „Hast Du in deinem früheren Leben etwas getan, dass solche Trübsal verursacht haben könnte?“

Jiang dachte eine Weile nach und sagte dann:

„Ich habe niemals andere absichtlich verletzt! Jedoch bin ich sehr neidisch auf andere.“

„Falls ich jemanden kennen lerne, der sehr fähig ist, bin ich auf sein Talent neidisch. Falls mir jemand schmeichelt, mag ich ihn. Höre ich, dass jemand etwas Gutes gemacht hat, glaube ich das nicht und unterstelle, dass er verlogen ist. Wenn ich erfahre, dass jemand etwas Falsches gemacht hat, glaube ich es ohne jeden Zweifel. Falls ich höre, dass jemand etwas gewonnen hat, habe ich das Gefühl gerade etwas verloren zu haben. Höre ich dagegen, dass jemand etwas verloren hat, bin ich froh und habe das Gefühl etwas gewonnen zu haben.“

„So denke ich jeden Tag über meine Mitmenschen.“

Sein Freund erwiderte daraufhin:

„Deine Gedanken sind nicht richtig.  Ich befürchte, dass du mit solch einem Neid noch von einem Unglück befallen wirst. Deine 10 Söhne leiden an diversen physischen Gebrechen, und du glaubst nicht, dass es eine Warnung ist?“

„Die Menschen in alter Zeit wussten, dass gute Taten belohnt und schlechte Taten bestraft werden.“

Jiang Xuan war sehr besorgt über das, was sein Freund sagte und bat diesen ihm zu helfen, seine Ansichten zu ändern. Sein Freund antwortete:

„Die Gottheiten kennen jede Deiner Gesinnungen und Gedanken. Falls Du wirklich Dein Verhalten verbessern möchtest, sei freundlich und gutherzig und tue Gutes. So kannst Du Dein Schicksal ändern.“

 

Der Rian Tian Buddha, auch als Großer Buddha bekannt, auf der Lantau Insel in Hongkong (Bild: Henry_Wang via Pixabay/ CC0 1.0)

 

Jiang folgte dem Rat seines Freundes, war freundlich sowie barmherzig zu anderen und empfahl, diejenigen mit guten Fähigkeiten und einem guten Charakter, Diener des Staates Song zu werden.

Allmählich gewannen seine Söhne ihre Gesundheit zurück.

 

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