Globale Regulierungsorganisation warnt vor chinesischer Bankenkrise

21-10-2016 02:17:49 Autor:   David Clapp Kategorien:   Wirtschaft , Wirtschaft

Globale Regulierungsorganisation warnt vor chinesischer Bankenkrise. (Bild: Gavin Smith via flickr / CC BY 2.0)

Das Risiko einer chinesischen Bankenkrise steigt, gemäß den Frühwarnindizien der weltweit führenden Finanzüberwachungsorganisation.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS), als die Zentrale der Zentralbanken, gab bekannt, dass der Stand der chinesischen Staatsschulden eine Rekordhöhe erreicht hat. Die BIS warnt in ihrem Quartalsreport, dass China’s Differenz zwischen Kreditvolumen und Höhe BIP (Bruttoinlandsprodukt) bei 30.1 Punkten im ersten Quartal 2016 lag zu 25.4 Punkten im ersten Quartal 2015.

Differenz des Kreditvolumens zum Bruttoinlandsprodukt für das aufsteigende Asien (Quelle: Bank for International Settlements)

 

Frühe Warnzeichen einer Bankenkrise

Die BIS kalkuliert die Differenz der Schulden in Relation zur Wirtschaftskraft und vergleicht dies mit dem Langzeittrend. Als China damals über den Wert 10.0 bei dem Verhältnis Kreditvolumen zu BIP lag, sah die BIS dies als ein ernsthaftes Zeichen an und warnte die VR China, dass es zu einer Finanzkrise innerhalb der nächsten drei Jahre kommen könnte.

Studien früherer Bankenkrisen in der ganzen Welt legen nahe, dass jede Ziffer über Zehn in einer Messskala einen starken Niedergang des Finanzmarktes darstellt. Dieser Wert wurde bereits damals vor der Asienkrise 1997 und in den USA im Vorfeld der Finanzkrise 2007-2008 überschritten. Da die VR China seit 2009 fast durchweg über diesem Wert liegt, ist das Risiko einer Bankenkrise sehr hoch.

Das Epizentrum des Finanzrisikos

Die Gesundheit des chinesischen Bankensektors war schon lange Zeit ein Sorgenkind des Finanzmarktes. Seit der Finanzkrise 2007-2008 fand ein Boom an Kreditvergaben statt, da die chinesische Regierung damit versuchte, das schwächelnde Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Jedoch stieg mit den wachsenden Bankenkrediten auch das Risiko einer Finanzkrise.

Der Internationale Währungsfond warnte im Juni, dass das Schuldenvolumen in China alarmierend sei, und „unverzüglich gehandelt werden müsse”. Die laufenden Anleihen erreichten eine Summe von 28 Milliarden US$, das ist so viel wie das Volumen des kommerziellen Bankensystem der USA und Japan zusammen. Das Ausmaß ist so groß, dass sich der globale Finanzmarkt dadurch in einem hypersensitiven Zustand befindet und auf jedes Anzeichen von Instabilität reagiert.

Der Staat behauptet, dass seine Kontrolle des Finanzsystems und die Einschränkung des Ausmaßes der Überseeschulden das Risiko einer Bankenkrise abschwächen würden. Jedoch seine „großen Vier“ staatseigenen Banken berichten über eine ansteigende Zahl von faulen Krediten (NPL). Der Internationale Währungsfond schätzt, dass 15,5 Prozent der kommerziellen Anleihen für Firmen, die Summe entspricht 1,3 Milliarden oder 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, unter potentiellem Ausfallrisiko stehen.

Vorrausgegangene positive Erfahrungen sind auf die jetzige Situation nicht anwendbar

Die VR China hat die Finanzkrise von 2007-2008 durchgestanden. Aber die Umstände waren damals ganz anders, da sie sich noch in der Boomphase der Industrialisierung befunden hatte, und schnell ein Stimulierungspaket anwenden konnte. Hieraus erwuchs eine starke Finanzlage der Volksrepublik. Etwas später dann bis heute, ist die VR China nicht länger hyper-wettbewerbsfähig, da seine Zahl an Erwerbstätigen sinkt, und seine finanzielle Lage ist schwächer geworden.

 

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