Das Nike-Logo ist mehr als nur ein Swoosh...

10-08-2016 00:34:11 Autor:   Visiontimes Kategorien:   Lifestyle

Gibt es hinter dem Nike-Logo eine versteckte Bedeutung? (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Den weltweit marktführenden Hersteller für Sportschuhe und -bekleidung erkennt jedes Kind schon an seinem Markenlogo – dem sogenannten Swoosh. Früher stand noch der Firmenname Nike daneben, aber das kann sich der Konzern mittlerweile sparen. Kennst Du die Bedeutung des Zeichens?

Der Swoosh steht für Bewegung und Geschwindigkeit. Doch es steckt noch mehr dahinter.

Ein paar Hinweise...

Hinweis 1

Ändere den Blickwinkel – zum Beispiel so...

 

(Bild: Pixabay)

 

Hinweis 2

Denke Dir einen zweiten Swoosh hinzu...

Es sind Flügel! (Bild: Pixabay)

 

Siehst Du es jetzt? Der Swoosh ist ein Flügel! Also was hat nun ein Flügel mit Sportschuhen zu tun?

Das Wort Nike hat seinen Ursprung im Altgriechischen. Es ist der Name der Göttin des Sieges, verehrt von den alten Griechen. Sie glaubten, dass erst der Favorit der Siegesgöttin den Sieg davontragen könnte. Die Göttin würde dann um das Kriegsschiff herumfliegen und den Sieger mit Pracht und Ehre anerkennen.

Die Designerin des Logos, Carolyn Davidson, ging noch zur Uni, als sie das berühmte Logo 1971 entwarf. Sie ließ sich inspirieren von der Flügelform der Siegesgöttin. Der Swoosh soll ein Symbol für ihr Temperament und ihre Macht sein. Mit dem Nike-Boom wurde es durch seine Schlichtheit zu einem Symbol mit viel Wiedererkennungswert.

 

Die Göttin des Sieges (Bild: Carole Raddatoo via flickr/CC BY-SA 2.0)

Tatsächlich vollzog der Konzern Nike entsprechend seiner Namensgeberin der Göttin des Sieges einen weltweiten Siegeszug als Sportartikelhersteller. Nach seiner Gründung im Jahre 1964 unter dem Namen Blue Ribbon Sports und seiner Umbenennung 1971 in Nike stellte sich später durch die Firmenpolitik mit ihrer Bindung der Marke an erfolgreiche und populäre Sportler ein enormer Umsatz ein. Michael Jordan und Tiger Woods sind da wohl Vielen einen Begriff.

1978 begann Nike mit dem Verkauf von Schuhen in Europa und erlangte 1989 die weltweit führende Position als Sportartikelanbieter, die es bis heute inne hat.

Soweit klingt alles ganz gut, wenn da nicht noch die andere, eher unrühmliche Seite dieses global aktiven Unternehmens wäre. So wird das Unternehmen u. a. im Schwarzbuch Markenfirmen der Ausbeutung, Kinderarbeit und anderer Missstände in Zulieferbetrieben bezichtigt. Auch der US-amerikanische Filmemacher Michael Moore kritisiert das Unternehmen im Dokumentarfilm Der große Macher. Greenpeace und andere Nichtregierungsorganisationen führen neben anderen Sportartikelherstellern ebenfalls Nike mit auf, wenn es um den Einsatz von Chemikalien, um Sklavenlöhne, erzwungene Überstunden und Sicherheitsmängel an den Produktionsstandorten geht. Auch Nike produziert in Bangladesh und anderen Billiglohnstandorten.

1998 versprach der damalige Vorstandsvorsitzende Philip Knight laut The Wall Street Journal, mit der Kinderarbeit für sein Unternehmen Schluss machen zu wollen. „Das Nike-Produkt wird mittlerweile als Synonym für Sklavenlöhne, erzwungene Überstunden und willkürliche Ausnutzung verwendet“, stellte er fest. Doch hat sich wirklich seitdem etwas Grundlegendes bei Nike geändert?

Neben Nike stehen auch andere namhafte Sportartikelhersteller wie Adidas, Fila u.a. in der Kritik. Für einen Hersteller, der den Namen einer Siegesgöttin trägt und symbolhaft einen Flügel einer Göttin als Logo verwendet, wäre ein von Ausbeutung freier Ruf sicher viel passender. Doch hierfür müssen den Ankündigungen auch Taten folgen – erst dann wird sich sicher auch der Ruf bessern.

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