Was beinahe den Glauben und die Tugend eines jungen Mannes zerstörte

11-03-2016 20:55:31 Autor:   Long June Kategorien:   Traditionelle Kultur , Legenden

Bild: so.com

Es war einmal vor langer Zeit in der Qing Dynastie... Ein junger Mann aus adeligem Hause war schon seit seiner Kindheit mit der Tochter eines reichen Herren verlobt. Der Vater des jungen Mannes war jedoch so mildtätig und generös, dass er seiner Familie nach seinem Tod nichts außer seiner Tugendhaftigkeit hinterließ.

Nun arbeitete der arme junge Mann hart um die kaiserliche Prüfung auf Kreisebene zu bestehen und ein weiser Mann zu werden. Als er das geschafft hatte, lieh er sich eine Menge Geld um das Mädchen zu heiraten, das mittlerweile zu einer wunderschönen jungen Dame herangewachsen ist. Dem Vater des Mädchens jedoch gefiel der Bankrott vom Vater des Bräutigams nicht, sodass er heimlich beschloss, seine Tochter am Tag der Trauungszeremonie durch eines seiner Dienstmädchen zu ersetzen. Glücklicherweise hatte nun die sanftmütige und freundliche Magd ein fröhliches Leben an der Seite des Gelehrten. Dieser blieb jedoch weiter im Unwissen über die wahre Identität seiner Frau.

 

Dem Vater des Mädchens jedoch gefiel der Bankrott vom Vater des Bräutigams nicht, sodass er heimlich beschloss, seine Tochter am Tag der Trauungszeremonie durch eines seiner Dienstmädchen zu ersetzen. Glücklicherweise hatte nun die sanftmütige und freundliche Magd ein fröhliches Leben an der Seite des Gelehrten. (Bild: digu.com)

 

 

Nach einigen Jahren beschloss der Gelehrte seinem Schwiegervater einen Besuch abzustatten. Als er die Stadt des reichen Mannes betrat kamen einige gemeine Banditen auf ihn zu und verspotteten ihn, weil er eine Magd geheiratet hatte. Er war zornig über ein scheinbar so haltloses Gerücht und verlangte eine Entschuldigung, alles was er damit erreichte, war noch mehr Spott. Also ging er zurück nach Hause und erzählte seiner Frau von der Begegnung. Schließlich erfuhr er die Wahrheit.

Einige Zeit vorher hatte der Gelehrte nachts einen Traum, der ihn an einen malerischen Ort versetzte. Er sah zwei Feen, die zusammen an einem goldenen Gewand nähten. Sie sagten ihm, dass das Kleid für den Sieger der nationalen kaiserlichen Prüfung war. Der Gelehrte kam näher und bemerkte, dass in der Mitte des Stoffes in roten Schriftzeichen sein Name eingenäht war. Als er damals aufwachte, ist er ganz aufgeregt und verzückt gewesen.

Jetzt, im Gegensatz dazu, war er sehr pikiert und fühlte sich gekränkt, weil er seit Jahren mit einem Dienstmädchen verheiratet war. Er beschloss also eine andere Dame aus reicher Familie zu heiraten und so seinen Ruf wiederherzustellen.

 

Eines nachts, war der Gelehrte im Traum an einem wunderschönen Ort, wo er Feen eine Robe anfertigen sah mit seinem Namen darauf. (Bild: 588ku.com)

 

Etwas später hatte er erneut den Traum. Die Feen ignorierten ihn dieses mal jedoch. Er sah wieder auf das Gewand und bemerkte, dass sein Name verwischt und kaum noch lesbar war. Er wollte unbedingt wissen wieso und bettelte um eine Antwort. Schließlich sagte eine der Feen: „Diese Person hat die Absicht seine Frau zu verlassen, also hat der Herr der Himmel einen anderen als Sieger auserwählt.“ Als er aufwachte, bereute der Gelehrte sehr und schwor, seine Frau bis zum Tod zu lieben. Ein paar Jahre später wurde er Sieger der kaiserlichen Prüfung und wurde zu einem wichtigen Beamten in der Hauptstadt Pekings ernannt.

So heißt es also im Buch der Lieder: „Sei immer fleißig bemüht mit den Umständen, die der Himmel dir bestimmt hat, in Harmonie zu leben und du wirst ein glückliches Leben haben.“ Unser Glück heute mag vererbt sein von unseren Ahnen und unseren vorherigen guten Taten. Doch wir müssen gute und moralische Handlungen treffen, damit das Glück später in der Zukunft mit uns sein wird.

Die Geschichte ist gesammelt in der „Abhandlung über Antwort und Vergeltung“.

Recherchiert von Yu Xiang.

 

LIKE uns auFacebook, oder folge uns auf  Twitter.