Das unglaubliche Leben eines wahren Menschen – das Leben von Zhang Sanfeng (2)

06-03-2016 20:48:08 Autor:   Silvia Gleizer Kategorien:   China , Geschichte

In der frühen Ming Dynastie zog Zhang Sanfeng mit seinen Schülern in die Wudang-Berge und baute dort den Yuzhen-Palast und den Huixian-Tempel. (Toehk/Flickr)

Die berühmte chinesische Kampfkunst entstammt den Kultivierungsmethoden des Buddhismus und des Taoismus. Ihr können im Wesentlichen zwei Richtungen zugeordnet werden: Der von Bodhidharma entwickelte Shaolin-Stil und der Wudang-Stil von Zhang Sanfeng, die jeweils im Süden und Norden Chinas beliebt sind.

Die inneren Kampfkünste des Wudang-Stils, die auch als Nejia bekannt sind, wurden von Zhang Sanfeng entwickelt. Der Wudang-Stil konzentriert sich auf die innere Stärke und zieht sanfte, ruhige Bewegungen kräftigen und hastigen Bewegungen vor. Das steht mit der taoistischen Philosophie im Einklang, in der Ruhe, Sanftheit, Nachgiebigkeit, Loslösung von allem Irdischen und Untätigkeit betont werden. Dieser Stil umfasst unter anderem Tai-Chi Chuan („Faust“) und Wuxing Chuan („fünf Elemente“).

Als Zhang Sanfeng angefangen hatte, nach dem Tao zu suchen, besuchte er den Shaolin-Tempel in der Provinz Henan. Er verstand die Essenz der Kampfkunst des Shaolin-Stils und auch einiger taoistischer Kultivierungsmethoden aus der Song und Yuan Dynastie.

Nachdem er den Tao erreicht hatte, verband er in seiner Kampfkunst innere Kultivierungsmethoden wie die Führung von Chi und verschiedene Atemtechniken. Er wandelte die traditionellen äußeren Kampfkünste zu inneren Kampfkünsten um, damit die Gesundheit verbessert und der Tao kultiviert werden kann. Es wurde nicht so viel Wert auf die Selbstverteidigung und den Kampf gelegt, denn erst wenn sich die Ebene bei der Kultivierung erhöht, werden sich auch die eigenen Fähigkeiten in der Kampfkunst entsprechend dieser inneren Erhöhung verbessern.

In der frühen Ming Dynastie zog Zhang Sanfeng mit seinen Schülern in die Wudang-Berge und baute dort den Yuzhen-Palast und den Huixian-Tempel. Vor dem Tempel befanden sich fünf alte Bäume, in deren Schatten er sich oft ausruhte. Aber es wird gesagt: „Wilde Tiere beißen ihn nicht und Falken greifen ihn nicht an.“ Während er in den Bergen wanderte, bewegte er sich so flink, als ob er schweben würde. Zur Verwunderung aller schlief er im Winter oft im Schnee.

Es wird gesagt: „Wilde Tiere beißen ihn nicht und Falken greifen ihn nicht an.“ Während er in den Bergen wanderte, bewegte er sich so flink, als ob er schweben würde. Zur Verwunderung aller schlief er im Winter oft im Schnee. (Toehk/Flickr)

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