Bank of China droht Geldstrafe für den Schutz von Luxusartikel-Fälschern

10-12-2015 18:42:48 Autor:   Yi Ming Kategorien:   Nachrichten

Der Bank of China könnte demnächst die Zahlung eines Tagessatzes auferlegt werden, wenn sie sich weigert, Informationen von Fälschern von Luxusartikeln, die in den U.S.A. angeklagt sind, vorzulegen. (Bild: Cnfol.com)

Möglicherweise wird der Bank of China (B.O.C.) rückwirkend beginnend zum 8. Dezember 2015 die Zahlung eines Tagessatzes von 50.000 US$ pro Tag auferlegt, da sie Informationen von Luxusartikel-Fälschern zurückhält. Ein Gericht in den U.S.A. hat die B.O.C. aufgefordert, Einzelheiten über einige ihrer Kunden offenzulegen, die beschuldigt werden, mit gefälschten Luxusgütern mit Markennamen wie Gucci und Yves Saint Laurent im großen Stil zu handeln.

Erst letzte Woche stellte ein Gericht in Manhattan eine Missachtung des Gerichts seitens der B.O.C. fest, da diese der Aufforderung, Kundendetails offenzulegen, nicht nachgekommen sei. Die B.O.C., der viertgrößte Kreditgeber weltweit, behauptet, sie verletze damit chinesische Datenschutzgesetze und würde damit bei ihren Kunden auf Empörung stoßen.

„Einige Luxusmarken-Hersteller hatten US-Bezirksrichter Richard Sullivan gebeten, die B.O.C., aufzufordern eine Entschädigung von 12 Mio.US$ zu zahlen, um ihre Verluste [durch gefälschte Luxusartikel] abzudecken oder eine Geldstrafe zu verhängen“, schreibt BBC.

Sullivan sagte:

Nur eine hohe Geldstrafe wird
in diesem Stadium [der Klage]
eine Wirkung auf die Bank of China haben.

Die South China Morning Post schreibt dazu: „Die gesuchten Datensätze enthalten Informationen chinesischer Unternehmen, die im Jahr 2010 von einer Tochtergesellschaft einer Vereinigung von Luxuartikelherstellern namens Kering, verklagt wurde, der die Gucci Group, Bottega Veneta und Yves Saint Laurent angehören. In dem damaligen Rechtsstreit gehörte die B.O.C. nicht zu den Angeklagten.“

„Die klagenden Unternehmen hatten die B.O.C. gebeten, sie bei der Suche nach Aufzeichnungen über Konten, die die Fälscher benutzen, zu helfen. Die staatliche Bank jedoch argumentierte, dass sie keine Angaben zu den Datensätzen machen könne, ohne gegen chinesische Datenschutzgesetze zu verstoßen.“

Die B.O.C. sagte dem New Yorker Gericht, das es keine Zuständigkeit für solch einen Fall besäße. Sullivan erklärt dazu, dass die B.O.C. durch das chinesische Recht begünstigt wird. „Warum sollten sie also wollen, dass ihr Handeln im Einklang mit den Gesetzen der U.S.A. steht? Der Wunsch scheint nicht sehr groß zu sein.“stellt Sullivan fest.

Im August 2011 zog Sullivan den Antrag auf Herausgabe der Datensätze zurück, aber ein Berufungsgericht entschied, dass er seine Entscheidung noch einmal überdenken solle. Daraufhin wollte er die Aufforderung zur Herausgabe nicht mehr zurückziehen. Er forderte die Herausgabe der Datensätze erneut an, mit dem Übergabetermin September oder Oktober 2015.

 

Research by Monica Song and Kathy McWilliams

 

LIKE uns auFacebook, oder folge uns auf  Twitter.