Die Statue, die zweimal so alt ist wie Stonehenge

10-09-2015 16:31:48 Autor:   Troy Oakes Kategorien:   Forschung , Mystery , Entdeckungen

Die Baumeister des Götzenbildes von Shigir lebten in Harmonie mit ihrer Umwelt und waren Fortgeschrittene im intellektuellen Entwickeln (Bild: Screenshot/ Youtube)

„Das Götzenbild von Shigir“, eine myteriöse Holzstatue, ist nach neusten Erkenntnissen etwa 11.000 Jahre alt. Damit ist sie zweimal so alt wie die ägyptischen Pyramiden oder Stonehenge .

Durch Carbon-Analyse wurde das Alter der Götzenstatue 1997 ursprünglich auf etwa 9500 Jahre festgestellt. Doch nach Tests durch  Massenbeschleunigung-Spektronomie stellte ein neues Team von Wissenschaftlern aus Mannheim fest, dass die Statue etwa 1500 Jahre älter ist als bisher angenommen. Das hieße, sie stamme etwa aus den Anfängen der Holozän-Epoche, jener Zeit, von der man davon ausgeht, dass Menschen begannen, die Welt zu dominieren.

 

Das Götzenbild von Shigir (Bild: Screenshot/ Youtube

 

Das Götzenbild von Shigir wurde vor über 100 Jahren in einem Hochmoor am westlichen Rand Sibiriens entdeckt. Es wurde aus Holz hergestellt und ist jetzt offiziell die älteste Holzstatue der Welt. Höchstwahrscheinlich muss sie unser Bild der altertümlichen Menschheitsgeschichte ändern. Laut Experten hat das Götzenbild verschiedene mysteriöse Inschriften, wahrscheinlich alte Verschlüsselungen über das Universum.

 

 

„Die Ergebnisse überstiegen unsere Erwartungen“, so formulierte es Thomas Terberger vom niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege.

„Es handelt sich um enorm wichtige Daten für die internationale Wissenschaftsgemeinschaft. Es ist wichtig, um die Entwicklung die Kunstgeschichte in Eurasien und der Menschheit als Ganzes zu verstehen“, sagte Terberger und fügte hinzu: „Es lässt sich sagen, dass in jenen Zeiten, vor 11.000 Jahren, die Jäger, Fischer und Sammler aus dem Ural nicht weniger entwickelt waren als die Bauern im mittleren Westen.“

 

Das Götzenbild von Shigir (Bild: Screenshot/ Youtube)

 

Die Statue wurde mit Steinwerkzeugen hergestellt. Insgesamt sieben Gesichter, das oberste von ihnen dreidimensional, wurden ihr eingeschnitzt. Das Götzenbild war einmal 5.30 Meter hoch, doch während der Sowjetzeit sind Teile der Statue gestohlen worden. Vorher jedoch hat der Archäologe Vladimir Tolmachev die Gelegenheit gehabt, die Statue vollständig abzuzeichnen. Im heutigen Zustand misst sie lediglich 2.80 Meter.

Professor Mikhail Zhilin von der russischen Akademie der Wissenschaften (Institut Archäologie) beschrieb die Statue folgendermaßen: „Sie ist ein Meisterstück, sie trägt gigantischen emotionalen Wert und Stärke, eine einzigartige Skulptur, in der Welt gibt es nichts anderes derartiges.“ In der Bezeichung notierte er: „Die Leute reichten ihr Wissen mithilfe des Götzenbildes weiter.“ Er nannte sie „für die moderne Menschheit ein totales Mysterium“, so „Digital Journal“ .

 

Das Götzenbild von Shigir (Bild: Screenshot/ Youtube)

 

Das Götzenbild von Shigir wird derzeitig in Russland in einer Austellung des Sverdlok Geschichtsmuseums in Jekaterinburg präsentiert. Ein Sprecher des Museums sagte: „Es bestätigt, dass Jäger und Fischer des Urals Kunstwerke herstellten, die genauso entwickelt und monumental waren wie die der alten Farmer im mittleren Westen“, so die „Siberian Times“.

 

„Die Inschrift auf dem Götzenbild ist möglicherweise die älteste der Welt,...“

 

... und sie ist den Experten nach wie vor komplett unbekannt. Professor Mikhail Zhilin, leitender Forscher des Instituts für Archeologie der russischen Akademie der Wissenschaften, stellte fest, dass sie ganz klar von einer fortgeschrittenen Zivilisation stamme, doch wer genau diese Leute wohl waren bleibt vorerst ein Mysterium.

 

Das Götzenbild von Shigir (Bild: Screenshot/ Youtube)

 

„Digital Journal“  zitiert Zhilin folgendermaßen: „Die Leute, oder Leute, die das Götzenbild erschufen, lebten in kompletter Harmonie mit ihrer Umwelt, verfügten über eine fortgeschrittene intellektuelle Entwicklung und eine komplizierte spirituelle Welt.“ Er fügte hinzu, dass die Inschrift „für die moderne Menschheit ein totales Rätsel“ sei.

Doch mit den an der Statue durchgeführten Untersuchungen kommt es auch zu Kontroversen... Gibt es etwa einen Kriminalfall dahinter? Wurde die älteste Holzstatue der Welt beschädigt? Es wurde behauptet, die Proben für die Tests seien „illegal entnommen“ worden.

Seit vergangenem Jahr ersucht das Kulturministerium in Moskau gesetzliche Wiedergutmachung wegen der Entnahme von Proben durch deutsche Wissenschaftler sowie dem Export der Proben nach Deutschland.

 

 

 Eine Quelle im Kulturministerium in Jekaterinburg sagte zur „Sibirian Times“: „Die Untersuchung am Götzenbild wurde ohne Absprache mit dem relevanten Ministerium durchgeführt und sogar die Direktorin des Jekaterina Geschichtsmuseums, Natalia Vetrova, wurde nicht über die Methoden der Untersuchung informiert.“

 

Das Götzenbild von Shigir (Bild: Screenshot/ Youtube)

 

 

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