Warum fahren diese besonderen Jugendlichen aus der ganzen Welt 4.828 Kilometer mit dem Fahrrad?

29-06-2015 14:46:14 Autor:   Wilma Oakes Kategorien:   Menschenrechte , Nachrichten

Im Uhrzeigersinn: Die Teilnehmerin aus Deutschland, Laila Will spricht in der Hauptstadt von Denver; Botschafter unterzeichnen persönlich einen Brief an Xi Jinping in Los Angeles; auf dem Weg zum nächsten Zielort; und Posieren vor dem Parlamentsgebäude in Wyoming. (Screenshot/Facebook)

Dreißig Jugendliche aus der ganzen Welt radeln 4.828 Kilometer für einen äußerst besonderen Zweck. Nein, sie machen das nicht für ihre Fitness oder um einen Weltrekord aufzustellen.

Sie tun das für einen  sehr außergewöhnlichen Zweck, über den viele Menschen sonst nichts erfahren würden.

„Durch dieses Rad-Projekt mit dem Titel ‚Ride 2 Freedom‘ wollen sie auf die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden in China aufmerksam machen, und im Endeffekt fünf Kinder retten, die durch diese Verfolgung zu Waisen wurden“, schreibt die Seite Buzzfeed.

Das bemerkenswerte Projekt „Ride 2 Freedom“ startete am 1. Juni in Los Angeles und 45 Tage später, an denen die Jugendlichen 19 Städte durchqueren werden, sollen sie ihre Reise in der Hauptstadt Washington beenden. An diesem Projekt beteiligen sich Jugendliche aus China, Deutschland, Österreich, Frankreich, den USA, Australien, Israel, Indien, Russland, dem Iran, den Vereinten Arabischen Emiraten, Ungarn, Singapur, Peru und Argentinien. 

Das Team in Salt Lake City. (Bild: Ride2Freedom/Instagram)

Nun, was ist Falun Gong, und warum werden die Menschen, die es praktizieren, in China verfolgt?

Falun Gong ist eine spirituelle Praktik, bei der langsame sanfte Übungen praktiziert werden, und die den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht folgt. Die Praktik erfreute sich in China größter Popularität, bevor die Kommunistische Partei Chinas sie 1999 verbot.

Auf der Webseite des Falun Dafa Informationszentrums steht: „Unzähligen Zeugenaussagen zufolge, werden in chinesischen Arbeitslagern, Internierungslagern und psychiatrischen Anstalten über 100 verschiedene Foltermethoden verwendet. Das Ziel besteht darin Falun Gong zu vernichten. Entweder, indem Praktizierende dazu gezwungen werden Falun Gong aufzugeben, oder indem sie körperlich vernichtet werden, wenn sie sich weigern. Die Methoden reichen von Langzeit-Schlafentzug umgeben von Lautsprechern mit Propaganda, in der Falun Gong ununterbrochen verteufelt wird, über Zwangsernährung mit menschlichen Exkrementen, bis zu Folter und sogar Vergewaltigung mit elektrischen Schlagstöcken.“

Aber am Schockierendsten ist der Organraub an Falun Dafa-Praktizierenden in China. Es wurde festgestellt, dass die Kommunistische Partei Chinas Praktizierenden Organe entnahm, während diese noch am Leben waren, um sie dann zu verkaufen. Vor kurzem kam eine preisgekrönte Dokumentation heraus, die sich dieser schrecklichen Thematik widmet und die Menschen auf der ganzen Welt erschüttert.

Das Team bei der Meditation. (Bild: Ride2Freedom/Instagram)

Die jüngste Teilnehmerin ist die 11-jährige Aila Verheijke, die in Peking geboren wurde. Ihre Großeltern sind Falun Gong-Praktizierende, die mehrere Male ins Gefängnis gesteckt wurden. Ihre Großmutter wurde solange gefoltert, bis sie blind und taub war. Sie konnte gesund werden, nachdem sie China verlassen und weiterhin Falun Gong praktiziert hatte, verkündete die Seite Minghui.

Aila sagte: „Auf unserer Reise werden uns Herausforderungen und Schwierigkeiten begegnen. Aber sie sind viel kleiner als die Leiden der Falun Gong-Praktizierenden, die verfolgt werden.“ 

Aila (Vorne) ist mit 11 Jahren die jüngste Teilnehmerin. (Bild: Ride2Freedom/Instagram)

Sie haben vor, Präsident Barack Obama zu treffen und ihn um Hilfe bei der Errettung der Waisen in China zu bitten. Sie beabsichtigen auch, den Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon zu treffen und vor der UN-Generalversammlung eine Ansprache zu halten. Einige Teilnehmer und Teamleiter werden nach China reisen, um dort fünf Waisenkinder zu retten.

Schau Dir ihr Video Ride2Freedom an:

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Jeder kann die Jugendliche unterstützen. (Bild: @werbekoinc/Instagram)

 

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